Faltblatt, Gestaltung: Nina Flaitz, Marius Rother

Das »Reallabor Space Sharing« an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart gefördert vom Landesministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst erprobt und entwickelt neue Konzepte der Nutzungsintensivierungdes Baubestands. Das spezielle Format des Reallabors steht für eine trans- und interdisziplinäre Forschung und die aktive Vernetzung von Wissenschaft und Gesellschaft. Dialog und Austausch stehen hier im Vordergrund einer disziplinübergreifenden Verknüpfung von Lehre und Praxis.

 

»Sharing Brutalism« fokussiert sich in diesem Kontext auf die Potentiale der Weiternutzung des Baubestands der 1960er bis 1980er Jahre im Großraum Stuttgart. Viele Bauten dieser Zeit sind heute in einem kritischen Alter. Sie bedürfen Erneuerung, Sanierung oder werden nicht länger gebraucht. Wie könnte ‚Space Sharing’ ein alternativer Ansatz zur Neuerfindung dieser scheinbar schwierigen Gebäudetypen sein? Wie könnten Praxen des Raumteilens, Parallel- und Mehrfachnutzens hier einen konkreten Mehrwert bieten – ökologisch, ökonomisch, gesellschaftlich? »Sharing Brutalism« erfasst diese Gebäude und tritt in aktiven Kontakt mit ihren Akteuren. Das Projekt greift auf zwei Ebenen an: zum einen betreibt es Vermittlung über die oft ungeliebten Betonbauten dieser Zeit (Wissen Teilen) und erarbeitet zum anderen konkrete Space Sharing Konzepte für diese Bauten im Dialog mit ihren Nutzern (Raum Teilen).

 

Die Inventarisierung der Bestandsbauten geschieht durch Zeichnungen, Fotografien und Modelle in der Form eines »Typologie-Atlasses«. Flankiert wird diese sich ständig weiterentwickelnde Ausstellungsreihe von Bürgerdialogen, Rundgängen vor Ort und dem Testen von Strategien des Sharing, Commoning und gemeinschaftlicher Teilhabe für neue Nutzungen sowie Akteurinnen und Akteure. Mit Pop-Up Veranstaltungen, Mitmach-Ausstellungen, Architekturspaziergängen und anderen dialogischen Formaten ist »Sharing Brutalism« bei Nutzern, Gemeinden und Institutionen zu Gast vor Ort. Wie kann »Space Sharing« ein alternativer Ansatz zum Weiterdenken der eindrück-lichen Gebäude dieser Ära sein? Können neue Praktiken des Teilens produktiv auf den sozialen Utopien der Nachkriegsjahrzehnte aufbauen, die in diese Gebäude eingeschrieben sind?

Die Inventarisierung der Bestandsbauten geschieht durch Zeichnungen, Fotografien und Modelle in der Form eines »Typologie-Atlasses«. Flankiert wird diese sich ständig weiterentwickelnde Ausstellungsreihe von Bürgerdialogen, Rundgängen vor Ort und dem Testen von Strategien des Sharing, Commoning und gemeinschaftlicher Teilhabe für neue Nutzungen sowie Akteurinnen und Akteure. Mit Pop-Up Veranstaltungen, Mitmach-Ausstellungen, Architekturspaziergängen und anderen dialogischen Formaten ist »Sharing Brutalism« bei Nutzern, Gemeinden und Institutionen zu Gast vor Ort. Wie kann »Space Sharing« ein alternativer Ansatz zum Weiterdenken der eindrück-lichen Gebäude dieser Ära sein? Können neue Praktiken des Teilens produktiv auf den sozialen Utopien der Nachkriegsjahrzehnte aufbauen, die in diese Gebäude eingeschrieben sind?

 

Sie sind herzlich eingeladen, gemeinsam zu entdecken und zu diskutieren:

 

Formate:

 

-Typologie-Atlas

– Bestandsaufnahme

– Interventionserarbeitung im Bürgerdialog

– Pop-Ups

– Diskussionsforen

– Mitmach-Ausstellungen

– Architekturführungen

Ausstellung 'Sharing Brutalism'

Typologie-Atlas / Brutalistische Bauten im Großraum Stuttgart

 

Die in der Karte aufgelisteten Bauten sind als Einzelprojekte unter der Rubrik ‚Typologie-Atlas‘ zu finden.

 

Die Klasse für Entwerfen, Architektur und Gebäudetypologie setzt ihre Auseinandersetzung mit Bauten der Nachkriegsmoderne in den Zeiten der Sharing Economy fort. Viele ‚Betonmonster’ stehen heute unter akuter Abrissgefahr. Wie könnte ‚Space Sharing’ ein alternativer Ansatz zum Abriss oder der Musealisierung dieser scheinbar schwierigen Gebäudetypen sein? Können neue soziale Utopien produktiv auf denen der 60ziger und 70ziger Jahre aufbauen?

 

Zunächst spürte die Klasse ungeliebte ‚Betonmonster’ im Raum Stuttgart auf. Diese wurden durch Dokumentation gesichert und durch erste Strategien von Sharing, Commoning und gemeinschaftlicher Teilhabe für neue Nutzungen und Akteure eröffnet. In der Folge fokussiert sich die Bearbeitung auf die vertiefte Entwurfsarbeit an ausgewählten Gebäuden in Stuttgart und deren detaillierter baulicher und programmatischer Adaption im Kontext neuer sozialer Utopien. Eine vertiefte Auseinandersetzung mit dem städtischen und sozialen Kontext sowie eine konkrete räumliche, materielle und konstruktive Ausformulierung der Eingriffe stehen hier im Vordergrund. An- / Um- / Weiter- / und Neubauen sind mögliche Strategien einer Anpassung dieser bestehenden Problemgebäude in ihrer Überführung zu neuen Bestimmungen. Der Kontakt und Dialog mit Akteuren aus Forschung und Praxis ist zentraler Bestandteil.

 

Typologie-Atlas, Projektauswahl (Zwischenstand)

 

– MARIENKIRCHE WAIBLINGEN
– ST. JOSEF KIRCHE HESSLACH
– VERSÖHNUNGSKIRCHE LEONBERG
– HEILIG GEIST KIRCHE STUTTGART-OST
– BONHOEFFERKIRCHE FASANENHOF
– GEMEINDEZ ENTR. SONNENBERG SONNENBERG
– MARIA REGINA FELLBACH
– NIKODEMUSKIRCHE BOTNANG
– STEIGKIRCHE BAD CANNSTATT
– ST. MONIKA FEUERBACH
– DON BOSCO FELLBACH
– VERWALTUNGSHOCHSCHULE STUTTGART-MITTE
– ARCHIV DER DIAKONIE STUTTGART-OST
– BECK ERLANG HAUS STUTTGART-OST
– SENIORENSTIFT MARIENHEIM WAIBLINGEN
– WOHNANLAGE TAPACHSTRASSE ROT
– APOLLO HOCHHAUS FREIBERG
– WOHNANLAGE ASEMWALD PLIENINGEN

 

… Fortsetzung folgt