Maria Regina, Fellbach
Bildquelle:

Bauwerk: Maria Regina

Architekten: Klaus Franz

Baujahr: 1963-67

Ort: Rembrandtweg 4, Stuttgart Fellbach

Status: in gutem Zustand, in Nutzung

 

 

VerfasserIn: Lu Cheng

Quellen: Christian Ermer: Kirche zum Leben – Maria Regina Fellbach, Hg. kath. Kirchengemeinde

St. Johannes, Fellbach und http://www.strasse-der-moderne.de/portfolio/fellbach-maria-regina/

 

 

 

 

Der Komplex Maria Regina besteht aus dem freihstehenden Kirchengebäude, das durch seine ikonische Kegelform weithin sichtbar ist und dem in den selben Jahren errichteten Gemeindezentrum mit integriertem Kindergarten.

 

Das zweistöckige Gemeindezentrum artikuliert sich als kubischer Betonbau, der sich an einem gestalteten Außenbereich entlangentwickelt, welcher an seinem Ende in den Haupteingang der Kirche mündet.

 

Der annähernd kreisrunde Kirchengrundriss wird von Süden über einen Nebeneingang, von Norden über die Sakristei und von Osten aus Richtung des Gemeindehauses erschlossen. Die ebenfalls kreisrunde, dreifach gestufte Altarinsel ist aus dem Raum-Mittelpunkt heraus nach Westen gerückt. Sie wird von vier Bankblöcken im Dreiviertelkreis umfangen. Durch verschiedene architektonische Mittel wird die Aufmerksamkeit auf den Altar gelenkt: Fast überall vor und in der Kirche finden sich zum Altar führende Linien. Das einzige Fenster der Kirche befindet sich oberhalb des Altars und taucht ihn so in die Mitte des Lichts. Unter der Empore für die Orgel an der Ostseite der Kirche führt eine durch Betonquader gerahmte Treppe zu einem kleinen Zweitaltar in einer Unterkirche.

 

Das Gebäudeensemble war für den damaligen Standard in modernster Technik ausgeführt: Schalungsrauer Sichtbeton an ausgewählten Baugliedern, eine nur 20 Zentimeter dünne Betonschale für den Kirchenkegel, Zementplatten für dessen Deckung und für das Oberlicht Plexiglas, das vor Ort eigens im staubfreien Zelt hergestellt wurde.