'Hügelhaus' an der Tapachstrasse
Foto: Bundesarchiv B 145 Bild-F040658-0004, Reineke Engelbert, 1973

Tapachstraße Bild: Bundesarchiv_B_145_Bild-F040656-0002, Reineke Engelbert, 1973

Bauwerk: Tapachstraße 75 – 97

Architekten: Faller + Schröder (Stuttgart)

Bauherr: Wohnbau GmbH (Bonn)

Baujahr: 1969-71

Ort: Tapachstraße 75 – 97, Stuttgart Rot

Status: Saniert, in gutem Zustand, in Nutzung

Haustypen: Terrassenwohnungen und Gartenhäuser

 

VerfasserIn: Lu Cheng

Quelle: Größer, höher, dichter: Wohnen in Siedlungen der 1960er und 1970er Jahre in der Region Stuttgart, von Karin Hopfner, Christina Simon-Philipp, Claus Wolf. Verlag Krämer, Karl Stgt, 2012.

 

Die Wohnanlage Tapachstraße wurde im Stuttgarter Stadtteil Rot für Bedienstete des Bundes gebaut. Seit den 50er Jahre experimentierten die Architekten Faller + Schröder viel mit der „Wohnhügelidee“, um den Nachteilen der klassischen Nachkriegsbauten gegenzusteuern und um die Privatsphäre in diesen zu verbessern. Der Entwurf der Tapachstraße ist für diesen Ansatz ein sehr erfolgreiches Beispiel.

Die Wohnanlage besteht aus 80 Terrassenwohnungen in einem Hügelhaus, und 19 Gartenhäuser. Das 180 Meter lange Terrassenhaus ist parallel zur Tapachstraße angeordnet und in zwei leicht versetzt platzierte Baukörper gegliedert. Alle Wohnungen sind nach Süden orientiert. Der Baukörper staffelt sich in der Horizontalen, die Geschosse verjüngen sich nach oben. Durch die zurückspringende Form ist jede Wohnung in dem Hügelhaus mit einem sichtgeschützten, großzügigen Balkon in Richtung Süden erweitert. An der Nordseite befinden sich die Erschließungsgänge und 4 Erschließungstürme. Im Erdgeschoss ist ein Parkhaus, die Zufahrt und Anlieferung befinden sich im Norden entlang der Tapachstraß. Darüber ist ein großes Fußgängerdeck zu finden.

 

Die originale Materialität der Tapachstraße ist durch Sanierungen in den Jahren 1990 und 2009 verloren gegangen. Die Betonwände wurden mit einer Dämmung in Sichtbetonoptik überzogen und an der Südseite sind die geneigten Betonflächen mit kleinteiligen, grauen Platten verkleidet.

Treppenturm

Halböffentliches Hochplateau

Nach der Sanierung